Bei inzw. fast jedem Online-Service muss man bei der Anmeldung beweisen, dass man auch wirklich ein echter Mensch ist und nicht etwa ein toter Bot, der von einem vermutlich wahnsinnigen Genie erdacht wurde um zehntausende und aberzehntausende an falschen Profilen, bei Google, Tumblr, Flickr oder sonst wo zu erstellen.

An sich, ist der Gedanke ja gut und richtig. Captchas sollen die Seiten im Netz sauberer und sicherer machen. Auch ich nutze für mein Kontaktformular auf dieser Seite eine Captcha-Abfrage. Ich dachte, damit tue ich mir und meinen Benutzern einen Gefallen. Schließlich möchte auch ich nicht im SPAM ertrinken.

Was ich in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten jedoch immer wieder erleben musste zeigt mir ein ganz anderes Bild: CAPTCHAs sind der Teufel höchst selbst. Kaum eine Woche vergeht wo ich nicht fast daran verzweifele, irgendwelche cryptischen Symbole und Zeichen zu erraten um nach erfolgter Eingabe wieder zum Formular zurück zu gelangen mit der meist freundlichen Bitte die Eingabe nochmals zu überprüfen. Beim letzten Mal habe ich nach 10 erfolglosen Versuchen aufgegeben.

Wie ich jetzt erfahren habe (Spiegel sei dank) versteckt sich dahinter die Absicht der Maschienen uns (den Menschen) irgendwann überflüssig zu machen. Wenn der gemeine PC erstmal gelernt hat diese cryptischen Hieroglyphen zu entziffern kann auch die Weltherschaft nicht mehr weit entfernt sein. Man bilde sich an dieser Stelle gerne einen eigenen Gedanken.

Ein anderer Ansatz (vielleicht auch für die Maschienen) ist Civil-Rights-CAPTCHA hier muss man anhand eines kurzen Textes auf eine von drei möglichen Emotionen schlußfolgern. Ein Beispiel?

In 2010 the first Pride parade could take place in Serbia thanks to great efforts from authorities and police. It was a step forward for the rights of LGBT people. How does that make you feel?

really great – loose – dusty

An dieser Stelle erstmal dank an Georg, der mich darauf aufmerksam gemacht hat. Zwar löst dieser Ansatz nicht die im Spiegel-Artikel beschriebene Problematik der verschwendeten Zeit, führt aber zumindest dazu, dass ich weniger Alt-Ägyptischkenntnisse zum lösen dieses Rätsels benötige.

Also mich hat das Konzept überzeugt – jetzt muss ich mir nur noch was einfallen lassen um es in mein Kontaktformular einzubinden.

Email this to someoneShare on Facebook3Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0