Heute hat ein Projekt der Jugendpflege Spangenberg angefangen, welches ich mit betreue. Aus Mitteln der Sozialen Stadt bilden der Jugendpfleger der Stadt Spangenberg und ich 8 Auserwählte zu Internetscouts aus. Bis zum Jahresende werden wir verschiedene Themenschwerpunkte bearbeiten und so die 8 Jugendlichen zu sogenannten Multiplikatoren ausbilden.

In der Folge soll diese erste Gruppe Jugendlicher dann ihre Erfahrungen und das Erlernte an andere Jugendliche, Eltern, Lehrer*innen und Bürger der Stadt Spangenberg weitergeben.

Die Idee dahinter ist schnell zusammengefasst: Der Großteil der Jugendlichen geht heute mit dem Medium Internet sehr intensiv um. Ob Facebook, Twitter, MySpace, Youtube, etc. die Jugendlichen haben schnell einen Account erstellt und platzieren noch schneller erste Inhalte im Netz. Das Internet bietet so für viele eine einfache Möglichkeit sich mit ihrer Peer-Group zu vernetzen und auszutauschen.

Das dieser offene Austausch jedoch verschiedene Facetten hat wird dabei schnell vergessen und die Internetunternehmen haben auch nur ein begrenztes Maß an Interesse sich für den Datenschutz und für einen differenzierten Umgang mit den Privatsphäreeinstellungen einzusetzen. Hier setzt unser Projekt in Spangenberg an. Es geht NICHT darum, das Internet und den Umgang damit zu verteufeln, sondern darum das Jugendliche verstehen welche Zusammenhänge es im Internet gibt.

Bei unserem ersten Treffen haben wir uns erstmal gegenseitig vorgestellt. Anders als bei sonstigen Seminaren und Workshops haben wir das beliebte Partnerinterview etwas verfremdet um eine Sensibilisierung für das Thema zu schaffen. In der Gruppe hatte jeder seinen Namen auf einen Zettel geschrieben und in einen Hut geworfen. Jede*r durfte sich einen Namen ziehen und bekam dann den Auftrag die „Zielperson“ im Internet zu suchen. Welche Informationen stehen über einen selbst und andere im Internet, war dabei die zentrale Frage. Beim gegenseitigen Vorstellen der Ergebnisse kamen ganz unterschiedliche Ergebnisse zum Vorschein, die nicht immer ganz so begeistert aufgenommen wurden.

Die Jugendlichen haben so einen ersten Eindruck gewonnen und ich freue mich schon auf die nächsten Wochen mit ihnen.

Hier im Blog werde ich in den nächsten Wochen immer wieder Inhalte dieser Workshopreihe einstellen und kommentieren. Wir haben die gesamte Veranstaltungsreihe neu konzipiert und so ist es auch für uns sehr spannend den Verlauf mitzuverfolgen und (kritisch) auszuwerten.

Email this to someoneShare on Facebook2Share on Google+2Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0